In meinen multimedialen Arbeiten setze ich mich mit der Politik von Objekten, Sound, Bild, Material und Text auseinander. Alle Medien sind dabei Relata, Dinge in einer Gruppe verbundener Dinge: die Rezipient*innen miteingeschlossen. Durch die Verbindung dieser Relata entstehen immer neue Räume in- und außerhalb des von mir beeinflussbaren Ausstellungsraums.
Meine Arbeit beginnt meist mit einer politischen Fragestellung, auf die ich keine konkrete oder ausreichende Antwort finde. Meist geht es mir um die vielfältigen Dimensionen von Gewalt, ihrer Dekonstruktion und Transformation.
Mich interessieren dabei insbesondere die Dinge bzw. Relata, die Menschen hervorbringen und die ihnen selbst zum Verhängnis werden: die soziologischen und politischen Konstruktionen und (Denk)Gegenstände, die lebensfeindliche Konsequenzen haben.
Sound ist dabei das unmittelbarste Medium meiner Arbeiten: Er erzeugt eine Verbindung, die sich spür- und hörbar auf den umliegenden Raum und die Personen in ihm überträgt. Meine Kompositionen beziehen sich auf die vermeintlich eindeutige Wirkung und Bedeutung von Klang und Geräuschen auf menschliche und nicht-menschliche Organismen. Hier geht es mir um einen Bedeutungsraum, der erst in Wechselwirkung zwischen Materie entsteht und meist eine weitere Frage zum Veränderungsvermögen stellen.
Das Zentrum der Arbeit bilden Objekte, die Bezug auf den alltäglichen Bedeutungsraum der Rezipient*innen nehmen. Sie sind meist selbst Resonanzraum, der hör-, spür- und sichtbar ist.
Neben einer individuell erfahrbaren Dimension von Raum schafft die Verbindung von Text und Bild dann eine konkrete Benennung der inhaltlichen Auseinandersetzung. Ich arbeite hier mit einer Kombination verschiedener Textfragmente von Denker*innen aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Bereichen. Diese Ebene ist für mich besonders wichtig, um die im Raum stehende Frage zu schärfen.