Ungebrochenen globalen Wachstum propagierend, findet sich der Container als bedeutende militärische Innovation in denselben bewaffneten Konflikten wieder, die Grundlage für das kapitalistische Phantasma sind.
Betritt man den Raum, in dem Cargo I positioniert ist, nimmt man den Ton zunächst nur physisch wahr. Der Ursprung der Soundentwicklung lässt sich kaum feststellen. Darin liegt auch die Qualität des Containers in globalen Konflikten: Der Container ist immer in Bewegung, immer heterotopischer Tatort und »Das Äußere ist ihm so gleichgültig wie sein Inhalt.«¹
Cargo I funktioniert als Resonanzraum für eine Frequenz von 31,32 Hz: Von ihr wird angenommen die hypophysäre Stimulation zur Ausschüttung von Wachstumshormonen und damit verbundene regenerierende Wirkungen zur Folge zu haben.





Cargo I, 2017
Sperrholz, Kunststoff, Stahl
Soundspur 10’ 20’ and 30’ 31,32 Hz Envelopes
81 x 86 x 76 cm
Auszug "Gewalt, Verbrechen und der Container" aus Hundbiss, Sophie: Staying with the Container – Der ISO-Container als kritische Materie. 2020.
1: Böhringer, Hannes: Orgel und Container, Berlin: Merve Verlag. 1993. 11.