Der Kurzfilm Index of Lilith thematisiert die ambivalente Interpretation der Lilith Mythologie. Lilith wird historisch sowohl als Ikone feministischer Emanzipation und Prototyp eines dämonisierten Frauenbildes repräsentiert.
Lilith hat hier die Wahl zwischen der Existenz als Dämon, Mörderin oder Göttin des sexuellen Verlangens und Krieges.
Die Aktualität dieser Aspekte bildet die Grundlage der filmischen Interpretation. Die Protagonistin des Films ermüdet während eines fiktiven gleichnamigen Vortrags über Liliths darüber, eine Gegenwart zu thematisieren und kritisieren, der die Polarisierung eines über 2000 Jahre alten Mythos bis ins 21. Jahrhundert anhaftet.
Unabhängig davon, ob sie sich mit der Lilith Figur verbündet oder sich dieser entgegensetzt, sie kontextualisiert oder ironisiert, entkommt sie dem Narrativ nicht. Die Darstellerin durchwandert stattdessen reale Tat- und Gedenkorte misogyner Gewalt und Femiziden. Sie markieren die reale Konsequenz dieses Mythos in der Gegenwart und verweisen auf die individuelle Konsequenz für und Untrennbarkeit dieser Themen von ihr.








